8 Tipps, wie Sie Ihre Fans auf Facebook aktivieren

8 Tipps, wie Sie Ihre Fans auf Facebook aktivieren

Like or Don't like - this is the new question

Like! or Don’t like! – this is the new question.

Viele Unternehmen verbuchen bereits die Anzahl ihrer Fans als Erfolg. Diese Zahl hat natürlich nach wie vor einen hohen Wert und bestimmt die Rankings. Zunehmend setzt sich aber die Erkenntnis durch, dass für den nachhaltigen Erfolg neben der Quantität auch die Qualität zählt. Die Qualität der Kommunikation genauso wie die der Nutzer.

Hier einige Tipps, wie Sie Social Media-Kommunikation qualitativ beurteilen und Ihre Kunden und Fans sinnvoll in die Kommunikation einbeziehen können.

Wenn Sie Ihre Social Media-Kanäle damit nicht nur quantitativ nach Anzahl der Fans sondern qualitativ in Bezug auf Art und Umfang und Tiefe der Kommunikation betrachten und lenken, haben Sie bereits den wichtigsten Schritt gemacht und die Weichen gestellt für ein neues Verständnis von Kommunikation und nachhaltiger Kundenbindung.


1. Umfragen

Der einfachste Weg für Interaktion mit Ihren „Zuhörern“ und „Mitlesern“ sind Abstimmungen und Umfragen. Mit einem Klick kann der Leser/Ihr Kunde anonym und unverbindlich seine Meinung abgeben. Wenn Sie ihm sofort nach Abgabe seiner Stimme auch noch die Möglichkeit bieten, den Zwischenstand ausgewertet online zu sehen, fühlt er sich nicht nur bestätigt und als Teil der Community, er hat auch bereits aktiv an der Kommunikation mit Ihnen teilgenommen.

Tipp: Zusätzlich erhalten Sie ein wichtiges Meinungsbild – auch wenn Sie sich natürlich davor hüten sollten, die Ergebnisse zu ernst zu nehmen, denn sie sind ganz sicher nicht repräsentativ.


2. „Mag ich” („Like“)

Durch Facebook wurde das „Like” oder auf Deutsch „Mag ich” zum universellen Kommunikationsinstrument. Egal wo und wann jemand sagt, dass er etwas mag, wird an anderer Stelle diese Information zusammen mit dem dazugehörigen Inhalt veröffentlicht. Auch wenn der Nutzer dabei noch keinen eigenen Kommentar einstellt, ist er damit (semi-)öffentlich. Zumindest seinen Freunden zeigt er damit, wofür er sich gerade interessiert. Mit anderen Worten: Der Nutzer demonstriert damit bereits ein relativ starkes Commitment in Bezug auf den Webinhalt.

Tipp: Egal was Sie tun, geben Sie ihm einfach die Gelegenheit etwas zu „mögen“ und platzieren Sie den Button gut sichtbar auf Ihrer Website.


3. Twitter-Tweets – das Mega-„Mag ich“

Egal ob Tweet oder Retweet – wer einen Link per Twitter versendet, zeigt damit, dass er sich in hohem Maße mit einer Information identifiziert und sie für interessant genug hält um seinen Followern einen Nutz- oder Unterhaltungswert zu bieten. Natürlich kann ein Tweet oder Retweet mit einem Klick erfolgen, aber oft genug machen sich Twitter-Nutzer die Mühe einen eigenen Minikommentar zu schreiben und den Link mit Hilfe von Programmen wie TinyURL für das 140-Zeichen-Format abzukürzen.

Tipp: Platzieren Sie den Button wieder gut sichtbar auf Ihrer Website, zeigen Sie ggf. unter welchen Namen und zu welchen Themen Sie selber bloggen und sorgen Sie für kurze Links. Twitter-Nutzer werden es Ihnen gerne danken.


4. Cross-postings

Schon lange bevor Twitter zum Massenphänomen wurde, gab es Cross-Postings, d.h. Links in Blogs, Kommentaren etc., die als Verweis auf Ihre Website oder spezifische Inhalte dienen. Auch wenn Sie diese Links nicht direkt sehen, lohnt es sich, mit speziellen Tools, die Ihnen zum Beispiel Google Analytics bietet, danach zu suchen. Links sind natürlich gut für die Bekanntheit Ihrer Website und nicht zuletzt auch für das Ranking in Suchmaschinen. Trotzdem sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Ihr Leser noch nicht 100%ig aktiviert ist. Er spricht mit anderen über Sie, aber noch nicht mit Ihnen und ist damit auch (noch) nicht Teil Ihrer Community.

Tipp: Je attraktiver Ihre Inhalte, desto höher die Chance, dass andere auf Sie verlinken. Wenn Sie dann noch dafür sorgen, dass die Inhalte nicht schnell wieder gelöscht oder die Links umbenannt werden, sind Sie auf dem richtigen Weg.


5. Kommentare

Sie haben es geschafft. Das Treffen findet statt, der Nutzer spricht Sie direkt an. Was im Alltagsleben trivial wirkt, können Sie als Marke oder Unternehmen kaum hoch genug einschätzen. Denn wann – außer bei Reklamationen – kommt es heute noch zu einem direkten persönlichen Kontakt mit Ihren Kunden?

Tipp: Geben Sie den Nutzern die Möglichkeit Kommentare abzugeben. Das klingt simpel, aber bei vielen Websites ist weder eine Kommentarfunktion eingerichtet, noch bei Facebook eine Seite geschaltet, wo eben das möglich wäre. Kritische Kommentare sollten Sie nicht einfach löschen. Das kommt im Web und in der Community nie gut an.


6. Antworten auf Diskussionen

Oft macht es Sinn, Unterscheidungen vorzunehmen zwischen direkten, an Sie gerichtete Fragen und Kommentare und Antworten innerhalb von Diskussionen. Warum? In einer Diskussion befinden sich die Teilnehmer auf dem gleichen Level. Das macht es für viele einfacher, selbst etwas zu schreiben, Tipps zu geben oder eine Meinung zu vertreten. Da sich gute Kommunikation immer auch dadurch auszeichnet, dass es keine reine Frage-Antwort-Situation zwischen Ihnen und Ihren Lesern ist, sollten Sie den Austausch möglichst fördern. Manchmal genügt es aktiv zuzuhören, Fragen zu stellen, Leser um ihre Meinung zu bitten etc., denn egal ob positiv oder negativ: Leser schätzen durchaus den Austausch mit anderen Community-Mitgliedern.

Tipp: Gerade bei negativen Kommentaren lohnt es sich als Unternehmen oft einfach abzuwarten. Offensichtlich unbegründete oder fragwürdige Kritik wird in einer funktionierenden Community schnell von anderen Mitgliedern relativiert oder widerlegt.


7. Meinungen und fachliche Diskussionsbeiträge

Mit eigenen fachlichen, redaktionellen Beiträgen oder Erfahrungsberichten wird der Nutzer zum selbständigen und vollwertigen Produzenten von Informationen. Wenn Nutzer dann noch ihrer Community treu bleiben, bilden sie das Herz der Gemeinschaft. Dementsprechend sollten sie besonders gepflegt, wenn auch nicht zu aufdringlich umworben werden. Oft genügt schon ein kleines Dankeschön.

Tipp: Genauso wie auf die Anzahl der Fans sollten Sie auf Fans achten, die sich durch einen hohen Produktbezug sowie den Willen und die Fähigkeit auszeichnen, die Community aktiv und konstruktiv zu gestalten. Manchmal finden sich für diese Rolle neben Endkunden auch Händler und Distributoren, die sich hier gerne mit einbringen.


8. Hochladen von Fotos oder Videos

Glückwunsch – volle Interaktion! Gesprächspartner, die persönliche Bilder und Videos ins Netz stellen, gehören zu wirklichen Fans. Bedenken Sie den technischen Aufwand, der oftmals getrieben wird, verbunden mit der Bereitschaft, sich mit dem Produkt zu identifizieren und sich damit in der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Tipp: Mit dem Web 2.0 haben Videos Einzug in die Online-Medienwelt gehalten. Dieses Potenzial können Sie als Unternehmen nutzen, denn bewegte Bilder können ein gutes Mittel sein, technische Details zu erläutern, Geschichten zu erzählen oder einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Bedenken Sie dabei: Authentizität und Originalität gehen oft vor Professionalität. Auch wenn Sie natürlich einen Mindeststandard einhalten sollten. Auf die Videoplattform und Google-Tochter YouTube werden jede Minute 60 Stunden Filmmaterial hochgeladen und damit sieben Mal mehr als noch 2007. Jeden Tag werden hier vier Milliarden Videos angesehen.
(vgl. aktuelle YouTube-Statistik)

Viel Erfolg!

Ihr Reiner Kolberg

By |2012-09-28T12:03:00+00:00September 28th, 2012|Categories: Social Media|Tags: , , , |0 Comments

About the Author:

Leave A Comment